Diakonisse


Diakonisse

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Di|a|ko|nịs|se 〈f. 19; ev. Kirche〉 Gemeindeschwester, die in der Krankenpflege u. Jugendfürsorge tätig ist; oV Diakonissin [<kirchenlat. diaconissa „Kirchendienerin“; → Diakon]

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Di|a|ko|nịs|se, die; -, -n, Di|a|ko|nịs|sin, die; -, -nen [kirchenlat. diaconissa = (Kirchen)dienerin < spätgriech. diakoni̓ssa] (ev. Kirche):
in einer Schwesterngemeinschaft lebende, in der Diakonie tätige Frau.

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Diakonịsse
 
die, -/-n, in der Frühzeit der Kirche eine unverheiratete Frau oder Witwe im Dienst der Gemeinde an Frauen und Kindern (Vorbereitung auf die Taufe, Krankenbesuche u. a.); 1836 Erneuerung des Diakonissenamtes durch T. Fliedner und seine Frau Friederike (* 1800, ✝ 1842): Gründung des ersten Diakonissenhauses in Kaiserswerth als Ausbildungsstätte für Krankenpflege und Erziehungsarbeit, diakonische Einrichtung für Hilfsbedürftige und Zentrale der Schwesterngemeinschaft (Mutterhaus). Heute stehen die Diakonissen im Dienst von Kirchengemeinden, diakonische Einrichtungen oder im Missionsdienst und arbeiten z. B. in der Kranken-, Kinder- und Altenpflege, Heil- und Sozialpädagogik, Sozialarbeit und Seelsorge. Die Einsegnung der Frauen zum Diakonissenamt und Aufnahme in die Schwesternschaft erfolgt nach einer beruflichen und biblisch-diakonischen Ausbildung und mehrjähriger Bewährung in Beruf und Gemeinschaft. Seit 1968 sind neben der verbindlichen Glaubens-, Lebens- und Dienstgemeinschaft mit genossenschatlicher Versorgungsordnung in der Rechtsform der Trägerschaft durch einen Verein oder eine Stiftung auch andere Lebensformen möglich. Die einzelnen Diakonissenhäuser haben sich zu Diakonissenverbänden und -Vereinigungen zusammengeschlossen. Deutsche Diakonissenverbände sind der »Kaiserswerther Verband Deutsche Diakonissenmutterhäuser e. V.«, der »Deutsche Gemeinschafts-Diakonieverband«, der »Bund Deutscher Gemeinschafts-Diakonissen-Mutterhäuser und der »Verband freikirchlicher Diakoniewerke«. In Deutschland vereinen die Diakonissenverbände insgesamt (2001) über 1 300 Diakonissen im aktiven Dienst, knapp 5 000 Diakonissen im Ruhestand und rd. 19 000 diakonische Schwestern. Auf ökumenischer Ebene gehören der »Kaiserswerther Generalkonferenz« (gegründet 1861) über 100 Diakonissenhäuser und -Gemeinschaften Kaiserswerther Tradition in 16 Ländern (überwiegend in Europa) an.

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Di|a|ko|nịs|se, die; -, -n [kirchenlat. diaconissa = (Kirchen)dienerin < spätgriech. diakoníssa] (ev. Kirche): in einer Schwesterngemeinschaft lebende, in der Diakonie tätige Frau.

Universal-Lexikon. 2012.

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